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Dschungelbewohner auf
Schatzsuche
Um das letzte Stück
Dschungel der Schweiz zu erforschen machte sich die BESJ-Jungschar der
Chrischona Leerb auf nach Balsthal. Vom 3. - 10. Juli wollten die 51
Kinder und 13 Leiter einen sagenumwobenen Schatz heben und das echte
Zeltleben im Urwald mit all seinen Tücken und Mücken kennen lernen.
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Am 3.Juli konnte man auf dem Bahnhof in
Schöftland Erstaunliches erleben. Die Stammesväter der letzten fünf
Dschungelfamilien versammerlten ihre überbleibenden Krieger um sich. Der
Grund lag in den eintätovierten Kartenstücken, von welchen jeder
Stammesvater eine auf dem Arm trug. Zusammengefügt ergab sich eine
Schatzkarte. Endlich wollte man sich nun auf die Suche nach dem über
zweihundert jährigen Schatz machen. Der erste Schritt war einfach; die Karte
wies eindeutig auf einen Wasserfall in Balsthal. Da die Sonne schon sehr tief
stand, als man schliesslich in Balsthal ankam und die Mägen sich meldeten,
beschloss man sich in einem alten, unbewohnten Dschungeldorf einzurichten...
Am nächsten Morgen ging die Suche weiter. Nicht weit vom Nachtlager entfernt
im dichtesten Dschungel wurde dann endlich der ersehnte Wasserfall gefunden.
Doch wie in aller Welt sollen man nun in diesem hohen Wasserfall den Schatz
finden, fragten sich wohl viele. Doch von der Goldgier getrieben wurde schnell
ein mutiger Krieger auserkoren, den man dann in den Wasserfall abseilten. Nach
einer Sprengung fand dieser in der Felswand hinter dem Fall eine Flasche mit
weiteren Hinweisen. Auf diese Weise wurden die Schatzsucher eine ganze Weile
zum Narren gehalten; sie fanden Karte um Karte. Wo nur blieb das viele Gold
und die wertvolle Ming-Vase?!
Doch es kam noch besser. Eines Morgens war plötzlich die neuste Karte und mit
ihr drei Stammesoberhäupter verschwunden. Wie nur sollten man jetzt den
Schatz finden? Dank dem guten Gedächnis einiger Dschungelbewohner fand man
fast ohne Probleme den Weg zum neuen Ziel, der Alten Bechburg. Nur einmal
mussten Späher ausgeschickt werden, welche auszukundschafteten, wo es
durchgehen könnte. Auf der Burgruine angekommen fanden man auch die drei
Verräter, welche gerade den Schatz heben wollten. Nachdem diese gefesselt und
in ein Verlies geworfen worden waren, gingen die eifrigen Schatzsucher voller
Freude daran die grosse Kiste selbst zu öffnen. Um so grösser war die
Enttäuschung als nur Stroh, alte Blätter und eine angekohlte Bibel zum
Vorschein kamen.
Die unermüdlichsten begannen darauf das Geschriebene zu studieren. Ihr
Optimismus lohnte sich. Sie fanden einen besseren Schatz als all das von ihnen
erträumte Gold und Diamanten. Nämlich dass Jesus jedem seine Freundschaft,
seine Treue und das ewige Leben schenken will. Von dieser guten Nachricht
begeistert, wurde danach jeden Tag in der Bibel gelesen, um noch weitere
Schätze zu finden.
Neben der aufregenden Schatzsuche bauten man eine Staumauer und genossen das
riesige Wasserbecken. Leider setzte diesem Vergnügen ein Unwetter in der
Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch ein Ende. Ade, Staumauer! Dafür wurde
dann eine Sauna gebaut in der man das Regenwetter, welches folgte, vergessen
konnten. Auch das Einrichten einer Golden Gate Bridge und eines
urwaldtüchtigen Backofens machte riesigen Spass. Natürlich fehlten auch die
gemeinsamen Geländespiele, einen American und ein Spielturnier nicht. Die
Kreativität wurde herausgefordert beim Basteln von Kokos-Schmuck,
Sambarasseln und kleinen Flossen.
Die ganze Woche durch wurden die Dschungelbewohner von einem super Küchenteam
versorgt. Gegessen hatten sie wie die Könige. Dies wurde ihnen am Freitag
beinahe zum Verhängnis. Von "fremden Fötzeln" wurde die
Küchenmannschaft geklaut. Glücklicherweise waren die Entführer sehr
unvorsichtig und hinterliessen Fingerabdrücke. Eine Verfolgungsjagd folgte
und bald hatten sie die drei zurück.
Nach so viel Spass und Action kehrten alle Dschungelbewohner müde und
glücklich wieder an ihren angestammten Platz in der zivilisierten Welt
zurück.