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Viel Jodelgasang und Sonnenschein

Am Samstag, 6.Juli 02 startete eine aufgestellte Schar Kinder und Teenies am Schöftler Bahnhof das Sommerlager, das von der Jungschar und dem Teenagerclub Kirchleerau organisiert wurde und dieses Jahr ganz unter dem Motto "Eidgenossen" stand. Die Gruppe bestand aus 55 Teilnehmer/innen und 20 Leiter, welche schon in die drei Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden eingeteilt waren.
Doch schon vor der Abfahrt nach Biberen (BE) kam es zum Streit zwischen den drei Kantonschefs Walter Fürst, Werner Stauffacher und Arnold von Melchtal. Sie beschlossen, den Weg getrennt zu gehen und das Lager in den drei Gruppen an verschiedenen Orten durchzuführen.


Kleinere Gruppen - weniger stark

Aber bald mussten die Gruppen feststellen, dass sie durch den Verlust der andern Kantone geschwächt waren. Die Habsburger waren im Land. Sie liessen die Gruppen ihre Präsenz spüren. Beim Kanton Schwyz liessen sie ihre Spuren durch Lippenstiftstriche im ganzen Gesicht zurück, weil sie sich weigerten, ihr Gepäck herzugeben - eine Demütigung besonderer Art. Den anderen Kantonen wurden das Geld oder das Gepäck auf üble Weise abgejagt.


Rütlibund

Alle drei Kantone sahen ein, dass sie nur gemeinsam gegen die hinterhältigen Habsburger ankommen können und beschlossen, als sie sich in Biberen trafen, gemeinsam weiterzugehen, beziehungsweise einen Bund zu schliessen. Der Rütlibund wurde feierlich durchgeführt und ein gemeinsamer Führer gewählt.
Als Ausführung seines ersten Befehles verbrannten sie symbolisch ihre alten Kantonsausweise. Am nächsten Morgen bekamen alle einen neuen Pass:
Aus den drei Kantonen ist nun die Schweiz entstanden.


Der coolste Bund aller Zeiten

Das Thema "Bund" beschäftigte uns noch die ganze Woche hindurch. Wir sprachen vom Bund zwischen Gott und den Menschen. Als Zeichen für den Bund der Eidgenossen haben wir heute noch die Schweizerfahne und den Schweizerpsalm, welche uns helfen, uns an den Bund zu erinnern. Als Zeichen des Bundes zwischen uns und Gott haben wir das Abendmahl, welches uns an den Tod von Jesus erinnert, welcher es möglich macht, dass ein Bund mit Gott überhaupt entstehen kann. In der Stillen Zeit jeweils nach dem Morgenessen erfuhren wir einiges aus der Bibel und lernten viel für das Leben.


Das Comeback der Habsburger

Doch wenn ihr meint, die Habsburger hätten nun Angst vor dieser grossen Meute und liessen sie in Ruhe, so habt ihr euch getäuscht! Schon am dritten Tag kamen zwei Delegierte von Gessler und verlangten Steuern. Kein Problem, dachten die Jugendlichen zuerst, denn sie hatten am Nachmittag auf dem Markt Geld dafür erhandelt. Doch die Steuern waren ohne ihr Wissen stark erhöht worden, so dass sie bei weitem nicht genug vorweisen konnten. Im ersten ärger wollten Gesslers Soldaten das Lager abbrechen lassen, doch dann beschränkten sie sich auf die Entführung des neuen Oberhauptes. Doch das konnten sich die Eidgenossen nicht bieten lassen! Sie wollten ihren neuen Führer doch nicht diesen schrecklichen Foltern ausliefern, für die die Habsburger bekannt sind. So machten sie sich trotz später Stunde sofort auf den Weg und erkämpften ihn zurück.


Eidgenössische Aktivitäten

Weitere Höhepunkte des Eidgenossenprogramms waren die zweitägige Wanderung mit übernachtung im Wald, der Badibesuch, das Jodeln, das Anfertigen unser Melkstühlen, das Alphorn blasen und natürlich auch das Schwingen und das älplerfest, für das schon lange trainiert worden war. Dann war da natürlich noch der "Bunte Abend" mit einem Besuch von Wilhelm Tell und anderen Promis (Heidi, Chregu Kolumbus, Olli Kahn...), die beim Lagerplatz im Schiller -TV auftraten.


Grund zum Danken...

...für das schöne Wetter, die Bewahrung vor gravierenden Krankheiten und Unfällen, die gute Stimmung unter den Lagerteilnehmern und natürlich für das gute Essen.
Ein herzliches Dankeschön auch an alle Eltern und Kindern und alle, die uns in irgend einer Form unterstützt haben!