Lagerbericht
 

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In jeder Hinsicht heisses Sommerlager der Jungschar und des Teenagerclubs Kirchleerau


Indianerstämme sammeln sich im Tal der Wildfüchse

Vom 5. - 12. Juli erfüllen immer wieder Gelächter, Geplauder und Gewitzel das grosse Versammlungszelt des Indianerlagers der BESJ-Jungschar und -TC der Chrischona Kirchleerau-Reitnau. Täglich etwa drei Mal verstummen unerwartet alle 63 Kinder, 12 Leiter und vier Küchenchefs. Erfurcht gebietend tritt der Indianerhäuptling mit seinem imposanten Federschmuck ins Zelt. Nach einer Handbewegung richtet er jeweils das Wort an die anwesenden Stämmesältesten und Indianer.


Am Samstag, 5. Juli kehrten sechs Indianerstämme von ihrer Jagd nach Bisons zurück und versammelten sich bei der Chrischona Kapelle in Kirchleerau, um sich gemeinsam auf den Weg ins Tal der Wildfüchse zu machen. Gleich bei der Ankunft auf dem Lagerplatz in Tobel TG haben je ein ältester der sechs Stämme gemeinsam die Friedenspfeife geraucht, um die Wiedervereinigung zu besiegeln. Schweigend standen alle Indianer darum herum.

Dessert geklaut
Schon am Samstagabend wurde die Lagerfreude jedoch durch einen hinterhältigen überfall auf unsere Lagerküche getrübt. Unbekannte Eindringlinge klauten unser Dessert und fesselten eine unserer Köchinnen. Am nächsten Morgen wurde sofort der Marterpfahl aufgestellt. Schon am Mittag fanden unsere Späher ein verdächtiges Bleichgesicht mit seinem jungen Sohn. Natürlich wurden sie gleich an den Marterpfahl gefesselt und befragt. Da sie den Dessertdiebstahl abstritten und uns Hinweise auf andere übeltäter gaben, liessen wir sie erstmals am Marterpfahl schmoren und machten uns auf die Suche nach den anderen Verdächtigen. Mit der Hilfe von Einheimischen und mit Kartenstücken fanden wir schliesslich fünf Personen, welche bald zugaben, dass sie letzte Nacht unser Dessert verschlungen hatten. Trotz einiger Fluchtversuche der Räuber konnten wir sie auf den Lagerplatz bringen, wo sie nach einer Indianerversammlung zur Dessertzubereitung in der Lagerküche verurteilt wurden.

Verdächtigter entpuppt sich als Missionar
Unerwartet stellte sich schliesslich noch heraus, dass die zwei ursprünglich verdächtigten Bleichgesichter aus einem fernen Land stammten und uns als Missionare die Botschaft von Jesus, welcher an einem Kreuz für alle Menschen gestorben war, bringen wollten. Natürlich durften die zwei aber nicht einfach im Indianerlager bleiben. Zuerst musste die traditionelle Mutprobe bestanden werden. Zu unserem Erstaunen bestanden sie den Test und seither leben sie bei uns auf dem Lagerplatz. Jeden Tag erzählt uns das erwachsene Bleichgesicht etwas von seinem Gott im Himmel, welcher jeden von uns liebt. Er hat uns auch beigebracht, wie wir gemeinsam in der Bibel lesen können.

Stammeswettkampf
Wie schon seit mehreren Jahrhunderten Brauch, wurde auch bei uns der Stammeswettkampf durchgeführt. Gegen Abend brach jeder Stamm einzeln auf und wanderte zum traditionellen Startpunkt des Wettkampfes. Im Wald verteilt suchte jeder Stamm einen Schlafplatz, um dort unter freiem Himmel eine kurze Nacht zu verbringen. Am nächsten Morgen wurde Stammweise individuell aufgestanden und der Wettkampf begann. Das Ziel war, um 11.11 Uhr beim Treffpunkt in einem entlegenen Dorf zu sein. Unterwegs mussten verschiedene Aufgaben, wie den Kirchturm in Stettfurt abzeichnen, gelöst werden. Währenddem konnte man auch anderen Stämmen die zu Beginn des Wettkampfes befestigten Armbänder abreissen. Je erfolgreicher man dabei war, desto mehr Punkte gab es.

Herzliche Einladung
Wer noch mehr über das Jungend und Sport-Sommerlager der Jungschar und des Teenagerclubs Kirchleerau erfahren möchte, ist herzlich eingeladen am Sonntag, 17. August um 10.00 Uhr in die Chrischona Kapelle Kirchleerau (gegenüber Schulhaus) zu unserem Lagerrückblick zu kommen. Wir werden dabei viele Fotos betrachten, Indianerdarbietungen sehen und vieles mehr.

 

 

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