Auf der Flucht vor König Saul
Kirchleerau/Effingen Das Leben von David hautnah miterlebt
Es war eine spannende Zeit, die David auf der Flucht vor König Saul bis zu
seiner Krönung erlebte. 44 Kinder des diesjährigen Sommerlagers der
Jungschar und des Teenager-Clubs der Chrischona Gemeinde Kirchleerau-Reitnau
waren als seine Gefährten dabei.
Eigentlich sollten ein paar von Davids Freunden die Lagerteilnehmer am
Bahnhof Schöftland empfangen um sie sicher ins Zeltlager zu David zu führen.
Doch Sauls Leute rückten bereits näher, so dass man sich schnell von den
Eltern verabschieden und den gefährlichen Weg nach Effingen unter die Füsse
bzw. die Räder nehmen musste.
Wohlbehalten trafen die 44 Kinder zwischen 8 und 16 Jahren schliesslich auf
dem Lagerplatz ein. David, der Anführer, sowie 12 weitere Leiter (u.a. Joab,
der Kriegsgeneral Davids, Abjatar, der Priester oder Ahinoam, Davids Frau)
boten den Teilnehmern ein abwechslungsreiches Lagerprogramm. Dieses basiert
auf der wahren Geschichte Davids wie sie in der Bibel festgehalten ist.
Von Ziklag und Nabal
Neben der Flucht vor König Saul standen noch andere Stationen aus dem Leben
von David auf den Tagesprogrammen. Einmal musste man das Mittagessen aus den
Händen der Philister zurückerobern. Mit den Schnellsten rannte David den
Dieben nach, welche auf der Flucht das Mittagessen liegen liessen, um noch
mit heiler Haut davonzukommen. Als die langsamere Gruppe zu den Schnelleren
aufgeschlossen hatte, wollten diese das erbeutete Mittagessen nicht teilen.
Sie hätten es schliesslich selbst zurückerobert. Es brauchte ein Machtwort
von David, um alle daran zu erinnern, dass man eine Einheit sei und niemand
vom Mittagessen ausgeschlossen werde.
Ein anderes Mal musste David selbst durch eine fremde Frau zur Vernunft
ermahnt werden. Alle Teilnehmer arbeiteten einen Morgen lang hart für den
Bauer Nabal, welcher ihnen jedoch weder Lohn noch Verpflegung zusprach.
David und seine Leute beschlossen, Nabal zu bestrafen. Glücklicherweise
wurden sie aber im letzten Moment von der Frau Nabals aufgehalten. Diese
brachte den hungrigen Leuten etwas feines zu Essen und hielt David und seine
Leute davon ab, ihren Mann zu bestrafen.
Die Verfolgung durch König Saul machte David und seinen Leuten mehr und mehr
zu schaffen. Die Kinder mussten einmal am frühen Morgen geweckt werden, da
Sauls Armee immer näher rückte. So machte man sich noch vor dem Morgenessen
mit gepackten Rucksäcken auf, um der drohenden Gefahr zu entfliehen. Die
Flucht vor Saul ging durch Feld und Wald und die Gruppe wurde beinahe
entdeckt. Am frühen Nachmittag war die Situation jedoch dann plötzlich ganz
anders. An einem Abhang sah man eine Gestalt liegen, die von David als König
Saul erkannt wurde. Mit ein paar mutigen Kindern schlich sich David zum
schlafenden Saul und schnitt ihm ein Stück seines Gewandes ab. Zurück bei
den Gefährten weckte man Saul auf und gab ihm zu verstehen, dass er ganz in
den Händen von David gewesen war. David jedoch hatte ihn verschont, da Saul
einmal von Gott zum König über das ganze Volk eingesetzt worden war.
Saul bereute und versprach daraufhin, David und seine Gefährten fortan in
Ruhe zu lassen. Weil somit die Gefahr vor Saul gebannt war, suchte die
Gruppe eine Badi auf, um sich von der Anspannung und den Strapazen zu
erholen.
Neben anderen Programmen wie z.B. einer selber aufgestellten Minigolfbahn
auf dem Lagerplatz mit anschliessendem Spielturnier, Gelände- Nacht- und
Dorfspielen war der Höhepunkt des Lagers der Freitag-Abend. Nachdem bekannt
wurde, dass Saul gestorben war, wurde David zum König gekrönt. Zu diesem
Anlass bereiteten die Kinder und Leiter verschiedene Darbietungen vor und
die Küche verwöhnte alle ein weiteres Mal mit einem sehr feinen Essen. Nach
diesem "Bunten Abend" musste man schon wieder ans Packen und die Heimkehr
denken.
Botschaft Gottes als Mittelpunkt des Lagers
Ein wesentlicher Bestandteil des Lagers war das Erfahren und Erleben der
Botschaft Gottes. Dazu vertiefte man sich regelmässig in die Geschichte
Davids aus der Bibel. Es wurde versucht, den Kindern Gottes Wort auf
praktische Art und Weise vorzuleben und weiterzugeben. Dabei waren auch
prägende Erlebnisse während dem Lager sehr hilfreich, die an Gottes Existenz
und seinem Wirken keine Zweifel liessen.